Kameltrekking «Risala»

Abseits der Zivilisation und trotzdem Mitten im Leben der Beduinen, von der Sandwüste über Pässe in Granit Täler, die uns bis hinunter zum Meer führen. All dies erleben und erwandern sie in dieser Woche. Sie erhalten Einblick ins Leben der Beduinen, hören deren Geschichten und erfahren, wie sich das Leben und die Bräuche im Laufe der Jahrhunderte verändert haben. Und trotzdem fühlen sie sich in eine lang vergangene Zeit zurück versetzt.

1. Tag

Abholung am Flughafen von Sharm esh Sheikh. Fahrt Richtung Nuweiba und Übernachtung in der Wüste unter dem Sternenhimmel. Wenn sie nachmittags ankommen, werden die Beduinen ein Abendessen für sie kochen.

2. Tag

Erster Eindruck der Wüste bei Tageslicht und vertraut machen mit dem Kamel. Später werden die Kamele mit dem Gepäck beladen und wir reiten los. Doch schon bald wandern wir zu Fuss in ein Tal hinunter. Von dort steigen wir durch eine Art Farben-Canyon. Ein Fest für unsere Augen. Das Mittagessen nehmen wir in der Nähe einer Beduinenfamilie ein, die in der Wüste lebt und bei der wir im Beduinenzelt Tee trinken dürfen. Irgendwo im Wadi Ghazala richten wir unser Nachtlager ein.

3. Tag

Nach dem Frühstück erkunden wir die grossartige Landschaft, dann reiten wir zur Oase Ain Khudra, werden mit einem Glas Tee verwöhnt. Ganz in der Nähe halten wir Mittagsrast.

Am Nachmittag wandern wir auf eine Ebene hoch von wo wir einen einmaligen Blick hinunter in die Oase geniessen können. Danach reiten wir über die Strasse zu unserem Nachtlager.Nach dem Frühstück überqueren wir das Wadi Ghazala, eines der längeren Täler im Süd Sinai. Vor dem Mittagessen wandern oder reiten wir durchs Wadi Ein Khudra zur Oase gleichen Namens. Hier besteht die Möglichkeit sich die Haare zu waschen. Bevor wir den Abendplatz erreichen, überqueren wir mit den Kamelen einen kleinen Pass. Der heutige Übernachtungsplatz gleicht fast einer Filmkulisse.

4. Tag

Durch die Stille der Wüste reiten wir an Sansteinformationen vorbei, springen eine Sanddüne hinunter und geniessen die liebliche Landschaft, die Weite der Wüste. Abends kommt das Auto und bringt uns frische Lebensmittel und Wasser. Was für ein Fest. Es lohnt sich den Köchen über die Schulter zu gucken.

5. Tag

Nach dem Frühstück und einem kurzen Ritt, wandern wir zusammen mit den Kameln auf eine Anhöhe. Der Ausblick in die Wüstenbergwelt ist fantastisch. Wir steigen hinunter ins Wadi Risas, dem wir für den für den Rest des Tages folgen. Bestimmt backen die Beduinen auch heute frisches Fladenbrot für uns. Vielleicht haben sie Lust, in diese spezielle Technik eingeführt zu werden.

6. Tag

Heute sind wir in eher gebirgigen Granitgestein Landschaft unterwegs. Die Täler öffnen sich und geben den Blick frei, um sich dann irgendwann in einer Schlucht zu verengen. Es sind diese Berge mit ihren dunklen Streifen, die charakteristisch sind für die Sinai Landschaft. Wir kommen an ausgetrockneten Gärten vorbei (eher ein trauriger Anblick). Da es aber tief unten Wasser gibt, können wir Flaschen füllen, um uns am Mittagsplatz die Haare zu waschen. Abends am Feuer lassen wir uns von den Beduinen die Geschichten dieser Täler erzählen.

7. Tag

Auf dem Rücken der Kamele geht es sanft das Tal hinunter bis wir durch einen ungewohnten Anblick innehalten. Wir sehen das Meer, der Golf von Aqaba. Mittagessen in der Nähe einer Beduinensiedlung am Meer, wo wir viele Freunde haben. Gelegenheit zu baden (es gibt Süsswasser zum nach Spülen). Irgendwann reiten wir dem Meer entlang zu unserem Abendplatz und geniessen die letzte Nacht unter dem Sternenhimmel mit dem Rauschen des Meeres im Hintergrund.

8. Tag

Frühmorgens Frühstück und dann verlassen wir die Wüste zu Fuss. Wir wandern ca. eine halbe Stunde, die Kamele tragen das Gepäck. Dann Abschied von den Beduinen und den Kamelen und Fahrt zum Flughafen.

Anspruch an Wanderung: Diese Woche setzt keine spezielle Wandererfahrung voraus. Von Vorteil ist eine gute körperliche Kondition. Die Wanderungen (zu Fuss oder mit dem Kamel) dauern täglich ca. 4-5 Stunden. Übernachtet wird unter dem Sternenhimmel, im Winter kann auch im Zelt geschlafen werden. Teamgeist, ein gewisses Mass an Flexibilität und Bereitschaft für Komforverzicht (keine sanitäre Einrichtungen) sollten vorhanden sein.

Programmänderungen vorbehalten.

Schweizer Reiseleitung: Silvia Muggli. Sie arbeitet seit 30 Jahren in der Reisebranche u.a. auch in Kairo; vor 27 Jahren reiste sie zum ersten Mal in den Sinai, seit 11 Jahren lebt sie dort und ist mit den Beduinen befreundet. Sie spricht arabisch.

Reisebegleiter: pro zwei Kamele begleitet uns ein Beduine (mind. 3 max. 7 Beduinen).

Reise kann bei genügend Teilnehmenden statt finden.

 

Sicherheit

Wir stehen unter dem Schutz der Muzena Beduinen, auf deren Stammesgebiet wir uns bei dieser Reise bewegen. Seit der Revolution arbeiten sie eng mit dem Militär zusammen. Bei dieser Reise verlassen wir das Stammesgebiet nicht.